Jun, 30
Guten Tag Liebe Leser/in,
Ich hoffe, Euch geht es gut heute. Wie oft hört Ihr das, wie oft sagt Ihr das? Meint Ihr es wirklich oder ist es reine Höflichkeit?
Was meinen wir, wenn wir das sagen? Ich habe darüber nachgedacht. Es ist klar, dass wir Dinge sagen, weil es höflich ist. Dinge wie; schön Dich zu sehen, schönen Abend noch, Liebe Grüsse usw. Nur wenn wir eine Frage stellen wie: Geht’s Dir gut? Wie geht es Dir? Was ist los? Laden wir unser Gegenüber wirklich zu einer Antwort ein oder nicht? Wie oft seid Ihr überrascht, wenn einer tatsächlich auf die Frage hin beginnt eine Geschichte zu erzählen?
Ich arbeite auf einem Platz, auf dem ich vielen Menschen begegne und stelle mir ernsthaft diese Fragen. Ich bin wirklich daran interessiert zu hören, wie es geht. Ich finde es erstaundlich, wie oft die Menschen überrascht sind wenn ich auf eine ehrliche Antwort warte. Manche schauen mich an mit einem Blick wie “interessiert Dich das wirklich?“ Ich muss meistens lachen, denn es ist wahr, ja, es interessiert mich wirklich!
Wieso denn nicht? Ich finde es sehr interessant zu hören, was jemand so macht, auch wenn ich die Leute nicht richtig kenne. Nennt mich neugierig, aber es gibt noch einen Faktor dabei; viele sind einsam, fühlen sich nicht wahrgenommen oder sind in einer Beziehung, in der Sie nicht reden können oder haben einen Job, in dem sie einfach „durch“ müssen.
Ist es nicht nicht viel besser, wenn man wirklich nur das fragt, was man wissen will? Kann es sein, dass ehrliche Antworten auf ehrliche Fragen ein echter Mehrwert sind? Wir können Menschen helfen, Menschen ein gutes Gefühl vermitteln, wenn wir ehrlich an Ihnen interessiert sind und deshalb Fragen stellen.
Also liebe Freunde, macht doch einmal einen Test. Stellt nur die Fragen, die Ihr ehrlich meint. Hört zu und schätzt die Menschen, die auch den Mut haben ehrlich zu antworten. Wie fühlt Ihr Euch dabei, was sagen die Menschen denn zu Euch?
Ich kann nur sagen, dass ich dadurch, in einer Minute, andere Menschen positiv überrascht habe. Ich habe ein gutes Gefühl bekommen, weil diese sich darüber freuen, dass ich nicht nur frage, sondern mich wirklich dafür interessiere, was sie zu sagen haben…was könnte schöner sein?
Allen eine wunderschöne Woche!
Jun, 23
Das ist eine Frage, die auf den Ersten Blick normal klingt. Sie könnte eigentlich logisch beantwortet werden…oder? Meine Zufriedenheit versuche ich durch Meditation, glücklich sein und reisen nach innen zu erreichen. Es klappt auch meistens. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich nie lange unzufrieden bleiben kann. Ich bin der Meinung, dass egal, wie sehr man seine Mitte gefunden hat, immer wieder der Punkt kommt, wo jemand etwas von Dir erwartet und Du fühlst Dich verpflichtet, es ihnen recht zu machen. Du fühlst Dich sogar schuldig, wenn Du es nicht machst. Das liegt in der Natur der Mensch; hilfsbereit und offen zu sein.
Aus unsere Kindheit tragen wir etwas mit uns. Unsere Persönlichkeit ist davon geprägt, wenn nicht sogar zum größten Teil geformt. Was uns auch prägt, ist unsere Art zu lieben und das, was wir von Liebe erwarten. In meiner Kindheit habe ich immer wieder versucht, die Liebe meiner Mutter zu bekommen, dadurch dass ich Dinge getan habe, von denen ich dachte, das Sie es zu schätzen wußte. Dinge, die Sie eigentlich wollte. Ich wollte ein guter Schüler sein, brav und korrekt. Wenn ich mich so benommen hatte, wie ich dachte, dass Sie es wollte, habe ich Liebe erwartet. Es kam meistens nicht wie ich dachte, dass es hätte kommen sollen und ich war dann unzufrieden. Ich frage mich, wo solche Erwartungen her kamen.
Also jetzt bin ich an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich ziemlich zufrieden mit mir bin, ziemlich in meiner Mitte. Es kommen aber immer wieder Situationen, in denen ich mich meiner Liebsten gegenüber schuldig fühle. Zum Beispiel wenn Sie etwas von mir will und ich es aus zeitlichen Gründen nicht schaffen. Sie verweigert mir dann ihre Liebe, die ich so sehr möchte. Sie „bestraft“ mich dafür, dass ich das nicht gemacht habe, was Sie von mir erwartet hat. Ihre Erwartung, die sie nie ausgesprochen hat, ist das Problem.
Sie hat Erwartungen, spricht diese aber nicht aus und wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, dann ist Sie unzufrieden mit mir. Dasselbe gilt auch für mich; ich tue etwas oder mache etwas für Sie, erwarte irgendwie ein Zeichen der Liebe, was ich nicht ausspreche und dann, wann es nicht kommt, bin ich auch unzufrieden. Wenn ich es danach anspreche, regt sie sich darüber auf, dass ich eine „Gegenleistung“ erwarte. Weil sich Ihre Erwartungen nicht erfüllt haben, kann Sie Ihre Unzufriedenheit nicht los werden. Also ist Sie im Grunde auch unzufrieden, weil auch Sie eine „Gegenleistung“ erwartet hat. Der Teufelkreis geht dann los.
Einer gibt immer nach, meistens habe ich das Gefühl das ich es bin, weil ich einfach Harmonie brauche. Ich habe keine Energie, um wütend zu bleiben, das Leben ist zu schön um nur wütend zu sein. Es kommt dann zum nächsten Punkt der Unzufriedenheit. Ich vergebe, versuche alles wieder glatt zu bügeln durch Hingabe und das wird auch nicht immer geschätzt, weil Sie wiederum ihre Unzufriedenheit nicht abschütteln kann weil Ihre Erwartungen nicht getroffen wurde.
So liebe Leute, das ist meine Situation gerade, die Frau, die ich liebe ist ständig unzufrieden mit mir. Ich fühle mich schuldig deswegen, versuche Dinge zu machen, die sie zufrieden machen und bekomme noch weniger Liebe. Ich versuche bewusst nichts mehr von Ihr zu erwarten, aber das Gefühl bleibt irgendwo in ein kleinen Ecke meines Herzens bestehen. Die Abstände zwischen unserer Unzufriedenheit wurden immer kürzer und kürzer, die Unzufriedenheit übernimmt unser tägliches Leben und das macht mich traurig, es scheint, als ob wir das nicht mehr hinbekommen.
Darüber Bewusst zu sein, bescheit zu wissen ist eine Sache aber es zu verinnerlichen und akzeptieren ist ein andere, ein harte stück wenn ich so sagen darf.
Ich fand es immer zu einfach zu sagen, dass unsere Kindheit schuld ist an unserem jetzigen Verhalten. Jetzt sehe ich es klar und deutlich, dass es wirklich so ist. Meine Freundin ist wie ein Spiegel für mich und zeigt mir meine eigenen Probleme, das ist nie einfach liebe Freunde! Ich weiß, dass dieser Beitrag sehr, sehr persönlich ist. Vielleicht ist das nicht angebracht, nur es musste raus. Schreiben ist für mich, wie eine Therapie, wir Amerikaner lieben Therapien!, Es hilft mir die Sachen klar und deutlich zu sehen. Es gibt mir die Möglichkeit daran zu arbeiten und darauf zu achten.
Ich bedanke mich für Ihre Geduld und Ihr Interesse. Ich bin dankbar, dass so viele Menschen meinen Blog lesen und mir dabei Mut machen weiterhin meine Gedanken niederzuschreiben!
Liebe Grüsse aus Berlin,
Eure Steven
Jun, 17
Wie oft haben wir uns diese Frage gestellt und wie oft denken wir: „Wann geht es endlich wieder besser?“, oder „Wie kann ich aus diesem Abwärtstrend herauskommen?“ oder „Wieso gerade ich?“ Jeder von uns hat schon einmal solche Fragen gestellt. Ich kennen jedefalls niemanden, der sie nicht schon gestellt hätte.
Was geht in uns vor, wenn wir so etwas denken? Was steckt dahinter? Denken wir darüber nach, was uns gerade passiert oder an das, was wir aus solchen Momenten lernen sollten? Ich kenne solche Momente gut und ich weiß, wie schwer es ist, sich wieder aufzuraffen, um positiv zu sein und darüber nachzudenken, was man wirklich tun kann. In solchen Situationen weren wir darauf aufmerksam, das wir etwas verändern oder verbessern sollten.
Ich versuche solche „schlechte“ Situationen als „Straßenschilder“ auf meinem Weg durch das Leben zu sehen.Man fährt schnell vorbei und hat nur wenige Sekunde sie wahrzunehmen. Wenn man ein Straßenschild nicht bemerkt, kann es sein, dass wir Probleme bekommen…stellt Euch das vor; ein Straßenschild, auf dem steht: „Klippe noch 200 Meter, Absturzgefahr.“ Wir sehen es nicht, fahren weiter und dann haben wir ein großes Problem.
Also wie gehen wir vor? Wie können wir aufmerksam unseren Weg gehen und gleichzeitig ein Auge auf unsere Umwelt haben? Ich habe gute Erfahrung mit der Intutition gemacht. Meine Intuition täuscht mich selten. Auch wenn ich sie manchmal durch logische Erklärungen wegrationalisiere. Meine Intuition liegt meistens richtig.
Aufmerksam zu sein und sowohl auf sich selbst als auch auf den Weg zu achten, ist keine einfache Aufgabe. Ich bin froh, dass ich soviele einfühlsame Menschen kenne, die mich auch immer wieder darauf ansprechen: „Steven, denk an Deine Worte! Schau einmal, wo Du im Leben stehst, was Du alles hast (spirituell gemeint). Ja, das sind die Momente, in denen ich ein Straßenschild verpasst habe und zufällig steht ein Freund ein paar Meter weiter, um mich daran zu erinnern!
So liebe Leser, Schaut nach Euren Straßenschildern, schauet hinter das, was Eure große Aufmerksamkeit verlangt. Es ist selten das Ereignis, auf das man sehen sollte, sondern das, was dahinter wirklich passiert! Sobald etwas unsere Aufmerksamkeit verlangt, meldet sich unsere Intuition um uns darauf aufmerksam zu machen…hört Ihr auch darauf?
Ich freue mich auf Ihre Beiträge!
Eure Steven
Jun, 10
Guten Tag liebe Leser/in danke das Ihr wieder bei mir reinschaut!
Die letzte Wochen sind sehr erlebnissreich gewessen, ich habe Tag für Tag Höhen und Tiefen wie jeder. Nur ist es diesmal irgendwie anders. Ich bin an einem Tag voller Elan und geistig fit. Das heisst für mich, dass ich die Verbindung zu Gott und Universum wort wörtlich spüre. Ich merke wie meine Seele das geniesst. Dann gibt es Tage, an denen ich mir wirklich Mühe gebe mich zu verbinden, aber auch wenn ich meditiere oder bete, passiert es, dass ich auf einmal an etwas anderes denke, das gar nicht dazu gehört. Als ob ich ferngesteuert bin.
Das stellt eine Herausforderung dar für mich, nicht in Selbstbeherrschung oder mehr Konzentration. Was in meinem Leben ist der Grund, warum ich mich getrennt fühle? Liegt es daran, dass ich eventuell etwas mache, von dem meine Seele weiß, dass es nicht mein Weg ist? Was ist es genau die mich davon abhällt bei mir zu bleiben?
Melancholisch bin ich gar nicht, nicht demotiviert und nicht weniger leistungsfähig, aber man sieht mir an, dass etwas nicht stimmt, ein Augenschlag, ein kleiner Blick nach unten verrät meinen Zustand. Ich kann meine Gefühle leider nicht verdecken mit einem Lächeln und ein paar schönen Sprüchen. Wieso? Wenn ich bei mir bin, kommt die Freude und das Glück von innen, das kann man nicht künstlich erzeugen. Das sollte man auch eigentlich nicht versuchen, lieber nach innen gehen und es aufbauen!
Wie seht Ihr das, verstehen Sie mich in diesen Punkt? Wie gehen Sie mit solchen Phasen in Eurem Leben um? Ist es überhaupt ein Thema oder mache ich mir zu viele Gedanken?
Ich bedanke mich im Vorauss für Ihre Vorschläge und Kommentare:
Alle ein Schonen Tag,
Eure Steven